Veröffentlicht von Gast am Mo., 4. Apr. 2022 10:23 Uhr

Der Predigttext für heute steht im 10. Kapitel des Markus-Evangeliums. Er handelt von einem Gespräch, das zwischen Jesus und seinen Jüngern stattfindet, als sie sich auf dem Weg nach Jerusalem machen, auf dem viel erleben und auch erleiden müssen. Dieses Gespräch findet auf dem Weg statt, auf dem sie viel erfahren und erleiden müssen, kurze Zeit vor Jesu Verhaftung und Kreuzigung, und kurze Zeit bevor seine Jünger ihn in ihrer Angst verleugnen und fliehen.

32 Sie waren aber auf dem Wege hinauf nach Jerusalem, und Jesus ging ihnen voran; und sie entsetzten sich; die ihm aber nachfolgten, fürchteten sich. Und er nahm abermals die Zwölf zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm widerfahren werde: 33 Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Menschensohn wird überantwortet werden den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und den Heiden überantworten, 34 und die werden ihn verspotten und anspeien und geißeln und töten, und nach drei Tagen wird er auferstehen. 35 Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sprachen zu ihm: Meister, wir wollen, dass du für uns tust, was wir dich bitten werden. 36 Er sprach zu ihnen: Was wollt ihr, dass ich für euch tue? 37 Sie sprachen zu ihm: Gib uns, dass wir sitzen einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deiner Herrlichkeit. 38 Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde? 39 Sie sprachen zu ihm: Ja, das können wir. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, mit der ich getauft werde; 40 zu sitzen aber zu meiner Rechten oder zu meiner Linken, das zu geben steht mir nicht zu, sondern das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist. 41 Und als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes.42 Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. 43 Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; 44 und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. 45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.

Liebe Gemeinde!

Wenn wir uns in der Passionszeit an den Leidensweg Jesu erinnern, dann denken wir zuerst an seinen Weg ans Kreuz, in Jerusalem, in der Gefangenschaft unter Pontius Pilatus, und wie er sein Kreuz zur eigenen Hinrichtung trägt. Von Passion sprechen wir aber auch in einem weiteren Sinne, wenn wir an einen Lebensweg denken, auf dem Menschen sich engagieren und leidenschaftlich mit Herzblut einsetzen und dabei auch etwas erdulden und erleiden müssen, wo Menschen einander unrechtes antun.

Dann können wir ähnliches erfahren, wie es Jesus und seine Jünger auf ihren Wegen durch Galiläa erlebt haben. Da kamen Menschen zu ihnen, die hungrig waren, die eine Unterkunft und Arbeit suchten. Es kamen Menschen, die krank und ausgegrenzt waren, und die nach Solidarität und Heilung suchten. Dann brauchten sie Menschen, die ihnen zeigten, dass sie in all ihrer Not doch Menschen mit Würde und Lebensrechten waren, die von Gott doch nicht verlassen waren und deren Hoffnung auf Frieden am Leben erhalten wird.

Und Jesus lehrte seine Jünger, wie man Menschen heilte, wie man ihnen Mut machte, wie man die gute Botschaft Gottes weitergab. Dabei hatten sie auch zu lernen, auf schwierigen Wegstrecken durchzuhalten, gegen Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit anzugehen, und auch zu widerstehen manchen Anfeindungen oder der rohen Gewalt. Denn da war nicht nur die Freude der Geheilten. Sie erfuhren nicht nur Zustimmung. Zwar waren die Wirkungen ihrer Liebestaten unübersehbar. Und uns sind sie ja bis heute in wunderwaren Geschichten etwas von der Heilung der Kranken oder der Speisung der Hungrigen überliefert. Doch viele Menschen verstanden nicht, dass sich auf diese Weise Gottes Macht zeigte und wunderten sich. Und wenn Jesus die Gesetze so auslegte, dass er die Versöhnung über die Strafe stellte, dann geriet er mit religiösen Führern auch in Streit. Denn wer sich an die Seite der Armen, Ausgegrenzten, Ohnmächtigen stellt, bricht auch die Tabus der Macht, stellt ungerechte Verhältnisse in Frage, macht sich Mächtige zum Feind.

Ähnliches kennen wir auch in unserem Leben. Es erfordert manchmal Mut und Zivilcourage, um menschlich zu bleiben. Wir können durchaus selbst mit Tabus und Gesetzen in Konflikt geraten, wenn wir im Geiste der Liebe und nicht nach dem Buchstaben des Gesetzes handeln, so wie es Jesus im Gebot der Nächstenliebe nahelegt. Und wer ist nicht selbst schon einmal schief angesehen werden, wenn er oder sie gerade und aufrichtig zu bleiben versuchte. Und wir haben uns wohl alle auch schon Fragen gestellt wie diese: „Warum mache ich das eigentlich jetzt hier?  Lohnt sich mein persönlicher Einsatz? Wird es mir gedankt? Hilft es den anderen? Oder ziehe ich nur neuen Ärger auf mich?

Wir merken schon, auf diesen Wegen brauchen wir Mut. Und so ist es auch Jesus und seinen Jüngern damals gegangen. Und bei diesem Gespräch der Jünger mit Jesus dreht es sich im Kern um diesen Mut, den wir alle brauchen, wenn wir im Geiste der Nächstenliebe leben und handeln. Nach Jerusalem gehen heißt für Jesus und seine Jünger dorthin zu gehen, wo ihre Gegner mächtig waren. Sie gehen in die Hauptstadt, den Königssitz und Standort der römischen Besatzungsmacht, wo der Statthalter Pontius Pilatus regiert, also in das Zentrum der Macht und Gefahr. Sie hatten guten Grund vorsichtig und ängstlich zu sein. Und dieses Gespräch führen sie mit einem Gefühl der Angst und der Ohnmacht. Es spiegelt die Erfahrung vieler frühchristlichen Gemeinden im römischen Reich, in mancher Zeit auch Verfolgung ja Krieg erdulden zu müssen. Markus beschreibt diese Leidenswege der Christ*innen mit den Worten der Leidensankündigungen Jesu, und anhand seines Leidensweges, indem der sagt, er, der Menschensohn, werde ausgeliefert und zum Tode verurteilt, er werde verspottet, angespuckt, gegeißelt und getötet.

Und wenn wir guten Grund zur Angst haben, und wo wir uns ohnmächtig fühlen, da suchen wir nach jemandem, den wir um Hilfe anrufen, nach einer Kraft oder Macht, die uns die Angst überwinden hilft. Da rufen wir nach Gott, dass er uns mit seiner Macht zur Hilfe eile und wir an seiner Seite kämpfen können ohne Angst. Und so tun es auch die Jünger Jakobus und Johannes, als sie in ihrem Gespräch mit Jesus ihn darum bitten: „Gib uns, dass wir sitzen einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deiner Herrlichkeit.“

Und sie tun es auf eine besondere Weise:  Sie blicken bereits auf das himmlische, jenseitige Reich Gottes. Das Reich nach dem Tode, dem Ort, wo Gott in seiner Macht und Gerechtigkeit Gericht über Gute und Böse hält. Nun wissen wir aus der Apostelgeschichte, dass Jakobus später tatsächlich auf Befehl des Königs Herodes hingerichtet wurde. Und auch von Johannes wird in außerbiblischen Schriften berichtet, dass er den Märtyrertod starb.

Der Evangelist Markus drückt also mit dieser Bitte der Jünger eine vielfache Erfahrung der frühen Christengemeinden aus: Wer Jesus nachfolgte und das Gerechte tat, der wurde mitunter verfolgt, ja sogar getötet. Der musste unter Umständen Leiden auf sich nehmen und mit seiner Angst standhalten. Mit Gefühlen der Ohnmacht gegenüber den Mächtigen fertigwerden. Und dazu suchte er Kraft und Vergewisserung bei seinem Gott. Die Jünger Jakobus und Johannes bitten darum um eine Teilhabe an der himmlischen Macht Gottes – wohl in der Hoffnung, so mit ihrer Angst fertigzuwerden, ohne direkt auszusprechen und zuzugeben, dass die Angst sie begleitet. Und da mag die Vorstellung Mut zu machen, dass ein großer Lohn winkt:

Wenn wir schon in dieser Welt leiden müssen, Gott, dann wollen wir in jenem himmlischen Reich, zu deiner Linken und Rechten sitzen, auf den Ehrenplätzen der Märtyrer. Wenn wir schon in diesem Leben so viel Unrecht und Ohnmacht erfahren, weil wir das Gerechte tun, dann wollen wir in deinem himmlischen Reich zu den Ersten und Stärksten zählen. Dann wollen wir reichen Lohn erhalten für all das, was uns hier genommen wurde.“

So ließe sich umschreiben, was die Jünger bewegt und was sie erbitten. Dabei stellen sie sich Gott wie einen mächtigen Herrscher und Richter vor, dessen himmlisches Reich dem weltlicher Königreiche entspricht. Dort gibt es ebenso Rangordnungen und Eliten, und erste Plätze reserviert neben dem allmächtigen göttlichen Weltenherrscher zum Lohn für die, die sich opfern und zu Märtyrer werden. Und die sich ohnmächtig fühlenden Jünger würden wohl gerne an dieser göttlichen Allmacht teilhaben, wie Engel zu Gottes Rechten und Linken.

So suche ich meinen Weg durch die Angst gewissermaßen im Aushandeln eines Lohnes und einer Versicherung. Jesus soll bei Gott dafür sorgen, dass ich für meine guten Taten reich belohnt werden, umso mehr, wenn ich in diesem Leben verfolgt werde, oder sogar das Martyrium erleiden müssen. Und wenn ich schon hier nicht mächtig sein kann, wie die Herrscher und Könige dieser Welt, dann möchte ich doch wenigstens im herrschaftlichen Glanze Gottes und auf einem bevorzugten Ehrenplatz sitzen dürfen am Tage des Gerichts.

Das kennen wir ähnlich vielleicht auch bei uns selbst. Wenn wir verunsichert sind und Angst haben, suchen wir die Nähe eines Starken und Mächtigen, der uns Sicherheit gibt. Es muss nicht gleich die himmlische Allmacht Gottes und der Lohn im Himmel sein. Das kann sich auch erst einmal ganz weltlich ausdrücken: Man orientiert sich gerne an - vermeintlichen - Autoritäten, die einem sagen, wo es lang geht. Die einem Lohn und Ehre versprechen, wenn man ihnen folgt und gehorcht. Immer wieder nehmen Menschen umso freudiger das Leiden auf sich und opfern ihre Zeit und ihre Leben, wenn ihnen hoher Lohn, gute Bezahlung und Privilegien versprochen werden. Und das kann dann auch in religiösen Fanatismus und Märtyrertum bis hin zur Gewaltbereitschaft reichen, wenn dann der himmlische Platz im Paradies versprochen wird.

Und spätestens, seit die christlichen Gemeinden von einer verfolgten Minderheit zu staatstragenden Kirchen wurden, und selbst zu einer weltlichen Macht, erleben wir immer wieder, wie Menschen dazu aufgerufen werden, Leiden auf sich zu nehmen, wie ja auch Jesus gelitten hat, für jenen großen himmlischen Lohn. Gerne wird die Leidensbereitschaft als christliche Tugend gepredigt, wenn man der Kirche und dem Staat dient. Und dabei geriet schnell einmal aus dem Blick, dass hierbei oft nur gemeint war, der Macht und dem Machterhalt der Institution zu dienen, aber nicht dem Menschen, und jene Bereitschaft, auch Opfer auf sich zu nehmen, eigentlich ja mit dem Dienst am Nächsten verbunden war, wie Jesus es gelehrt und vorgelebt hat.

Wo unsere Leidensbereitschaft und das Leiden den Zielen der Mächtigen und des Machterhalts dient, da sind meist auch jene Gottesbilder im Spiel, die Gott als Verlängerung und Steigerung weltlicher Menschenmächte erscheinen lassen. Ein Gott, der wie ein überdimensionaler Superkönig über der Welt thront mit seinem himmlischen Hofstaat, als Übervater und Superkönig die Welt und Mensch an seinen Fäden hält, ihnen Leistungen und Opfer abverlangt und uns für unseren Gehorsam belohnt, je nachdem mit Liebe, mit Macht, mit einem Platz an Gottes Seite im Himmel. Und in dieser Reihenfolge: Wenn du dienst und gehorchst und dich opferst, dann wird dich Gott belohnen. Den eigentlichen Gewinn daran haben meist aber ganz weltliche Mächte.

Jakobus und Johannes aber haben da noch einiges zu lernen. Sie sind Kinder einer Welt, in der Leistung und Lohn zählen, und in der es sich die Mächtigen mit Gewalt von denen holen, die sich nicht wehren können. Wir kennen das heute ebenso gut wie sie. Doch stellt sich die Frage: Ist es der Weg der Macht, der uns in der Angst und Ohnmacht hilft? Müssen wir mit was immer auch für Leistungen und Opfern zu Gott kommen, damit er uns hilft.

Jesus jedenfalls antwortet den Jüngern anders, als sie es erwarten, und sagt:

„Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?  

Hier wird auf die bevorstehenden Ereignisse in Jerusalem angespielt. Auf die Verhaftung und Kreuzigung Jesu und die Angst der Jünger, mit der sie Jesus verleugnen, verraten und flüchten. Der Kelch symbolisiert in der antiken Welt das gute und böse Geschick, und vor allem den Weg des Leidens. Und das Wasser, mit dem getauft wird, steht auch für Wasserfluten, die über Menschen hereinbrechen als Bild für Verfolgung und Leid. Der Evangelist Markus hat diese Worte ja später so aufgeschrieben, also im Blick zurück auf die Ereignisse der Kreuzigung und Auferstehung, um über die Erfahrungen von Verfolgung seiner Zeit nachzudenken. Und typisch ist es für junge Männer wie Jakobus und Johannes, die Angst haben, umso überzeugter und scheinbar furchtlos zu antworten:

„Na klar! Wir können aus diesem Kelch trinken!“

Doch sie konnten es nicht. Nur kurze Zeit später haben sie Jesus im Stich gelassen. Und darum ist mit diesem Gespräch eben vor allem gesagt: Mit dem Mut, auch Leiden auf sich zu nehmen, ist es keine leichte Sache. Denn wer kann schon im Voraus wissen, ob er bei Gefahr dann standhält? Jesus könnte sinngemäß weitersagen:

Mag sein, dass ihr in der Gefahr standhaltet, doch ihr könnt euch nicht im Voraus versichern. Und ihr könnt euch nicht schon jetzt von mir die Ehrenplätze neben Gott reservieren lassen, wo der Weg der Nachfolge noch vor euch liegt. Und was wäre dies auch für ein Liebesdienst, der nur für einen sicheren Lohn getan würde?  Wer zu lieben versucht, der begibt sich aus seiner sicheren Schutzhütte auf den offenen Weg der Nachfolge. Der hält nicht die Macht in den Händen, sondern das Brot und Wasser zum Leben für den Nächsten. Wer liebt, der verlangt nicht nach Lohn, sondern tut es um der Menschen willen und findet seinen Gewinn darin, dass Menschen miteinander ihre Lebensfreude finden. Dem ist dieses Leben wertvoll, immer nahe den Kreisen der alltäglichen Menschen, und fern den privilegierten Eliten, selbst wenn es durch Leiden führt bis in den Himmel, doch zunächst als ein Stück Himmel hier auf Erden.

Und wenn wir uns dabei eine Vorstellung von der Macht Gottes machen wollen – und wir brauchen sie ja wohl durchaus - dann können wir von Jesus lernen, dass wir uns nicht an der Seite eines Gottes im Himmel wünschen sollten, der wie ein König dieser Welt, mit Macht und Gewalt herrscht, und der Menschen für seine Ziele benutzt und opfert. Vielmehr können wir Gott bereits schon jetzt an unserer Seite finden, hier auf Erden, so wie er uns in Jesus mit seiner Macht ganz menschlich und begrenzt darauf erscheint, das Leben zu stärken und zu heilen, etwa wie ein Arzt es tut, mit einer Macht, die das Mitleid in sich trägt, ja das Mitleiden mit einer leidenden Welt und den leidenden Geschöpfen. Gottes liebt das Leben und seine Macht zeigt sich dort, wo das Leben wachse, und sich frei und glücklich entfalte. Sie liegt in den Händen aller Menschen, die aufbauen statt zerstören, die sich einander zur Hilfe reichen statt den anderen wegstoßen. Und was uns aus jener Angst und Ohnmacht führt ist der Glaube und die Orientierung an diesem Gott, der uns so ganz menschlich begegnet und dient und mit uns zu leiden vermag.

Und darum antwortet Jesus seinen Jüngern:

Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein. Sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein. Und wer bei euch der Erste sein will, der soll der Diener aller sein. Denn auch der Menschensohn, ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

So ist es nicht mehr wichtig, wer im Himmel zur Rechten oder Linken Gottes sitzen wird. Es braucht nicht über himmlischen Lohn und Macht verhandelt zu werden. Das würde sowieso kein Mensch entscheiden, sondern Gott. Und das würde sich sowieso nicht am Verdienst eines Menschen entscheiden, sondern an der Gnade und Vergebung Gottes. Und Gottes Macht winkt uns sowieso nicht erst im Himmel. Denn die Macht wird schon hier auf Erden weitergegeben und Gott kommt immer wieder neu zu uns mit jener Macht des Lebens, mit der Menschen einander als Nächste dienen und lieben. Und was unsere Angst und Ohnmacht überwinden hilft, das sind die wärmenden Hände, die wir einander reichen, wo wir einander brauchen. So haben wir Anteil an der Leben stiftenden Macht Gottes. Auch dort, wo wir uns leidenschaftlich und mit Herzblut einsetzen und dabei auch etwas erdulden und erleiden müssen, wenn Unrecht herrscht. So wie Jesus und seine Jünger ihre Wege nach Jerusalem und weiter gegangen sind, durch Gefahren und Ängste hindurch, dann doch auch wieder mit neuem Mut und über den Tod hinaus. Schließlich haben sie die Botschaft von der Macht der Liebe Gottes weitergetragen - bis zu uns. Also habt selbst guten Mut, Jesus nachzufolgen und die Botschaft der Liebe weiterzutragen. Amen

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